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Ägypten Reiseberichte

Ägypten Reiseberichte

Auf dieser Seite haben wir kurze Ägypten Reiseberichte von Reisenden gesammelt, die mit uns nach Ägypten gereist sind. Wir möchten Ihnen einen Eindruck davon vermitteln, wie unsere Reisenden ihren Aufenthalt im Land der Pyramiden und Pharaonen erlebt haben und hoffen, dass Sie durch das Lesen dieser Erfahrungen noch mehr Inspiration bekommen und das Zusammenstellen Ihrer eigenen Reise durch Ägypten leichter wird. Natürlich ist jede Reise einzigartig und jeder erlebt Ägypten auf seine Art.

Wenn Sie auch einen Reisebericht geschrieben oder eine eigene Website entworfen haben und Ihre Erfahrungen teilen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie ihn an unsere E-Mail-Adresse senden info@erlebe-aegypten.de. Auch über selbst aufgenommene Fotos freuen wir uns, die schönsten werden hier veröffentlicht!

Ägypten nach der Revolution erleben

„Wir haben erfahren, erlebt und genossen mit allen Sinnen.

Ein nettes Zufallserlebnis bot einen schönen Auftakt:
Nach der Ankunft in Kairo machten wir uns sofort auf die Suche nach dem Ägyptischen Museum und gelangten zu einem Nebengebäude und wurden weiter ins Innere gewiesen, wo offensichtlich eine politische Versammlung stattfand - auf unsere Frage nach den Kunstschätzen ging man nicht richtig ein, holte aber aus der Sitzung einen Herrn mit besseren Englisch-Kenntnissen.
Nachdem wir aufgeklärt hatten, dass wir nicht von der Presse wären, wurden wir als Ägyptenbesucher herzlich willkommen geheißen und gebeten, auf eine Tasse Tee Platz zu nehmen.
Die Zusammenarbeit aller Reisebüros klappte hervorragend und wir fühlten uns zu jeder Zeit fürsorglich behütet. (…)Die Hotels waren alle komfortabel und zum Wohlfühlen, wir würden alle wieder buchen.

Durch die exklusiven Führungen für uns zwei konnten wir Fragen stellen und "sofort noch mehr erfahren" und auch Unterhaltungen führen über Land und Leute, da sich die Ägypter natürlich auch für Deutschland interessieren. (…)

Eine kleine Episode zum Schluß:
Am letzen Abend in Luxor beschlossen wir, wenigstens einem der Kalesche-Fahrer einen kleinen Verdienst zukommen zu lassen (an sich bummeln wir gerne durch fremde Städte) Wir ließen uns also zum Sofra kutschieren.
Nach Rückfahrt und Entlohnung gab mein Mann noch Trinkgeld mit den Worten: "Das ist für´s Pferd, gib ihm eine Extraportion leckeres Futter."
Als wir am nächsten Morgen aus der Tür traten, sprang , wie gewohnt der erste aus der Schlange der Kutscher auf uns zu und bot an:"Kalesche! Kalesche!" Wir lehnen dankend ab.
Darauf der Mann mit einer Hand über seine Kollegen weisend:
"Sir! ... Warum!...Alle Pferde haben Hunger!"“

Barbara und Ernst Z. aus Regensburg, Juli 2011

Individuelles Ägypten als Familie nach der Revolution erleben

„Mit drei Kindern im Alter von 9 bis 11 durch ganz Ägypten – trotz des anstehenden Mubarak-Prozesses und der Unruhen der vergangenen Monate? War das vernünftig? Wir machten uns dennoch auf diese Reise und wurden keine Minute enttäuscht.

Bei 36 Grad C kamen wir in Kairo an, wurden von unserem freundlichen Mitarbeiter am Flughafen in Empfang genommen und zum geschmackvoll renovierten, sehr zentral gelegenen Hotel gebracht. Wir waren wegen der Revolution Anfang des Jahres die einzigen Gäste, was sich auch während der weiteren Reise kaum ändern sollte!

So hatten wir die vielen Sehenswürdigkeiten fast ganz für uns alleine und konnten herrlich handeln. (…) Jeder sprach offen über den Sturz Mubaraks, was alle begrüßten, und über die Hoffnungen auf eine demokratische Zukunft - trotz der ausgebrannten Regierungsgebäude am Tahir-Platz.



Nun ging es zum ersten Abenteuer der Reise: dem Nachtzugerlebnis nach Assuan. Inmitten von Vorstadtpendlern, Soldaten, die in die Kasernen zurückkehrten, und Taxifahrern warteten wir am Bahnhof von Gizeh auf den verspätet eintreffenden 35 Jahre alten Zug aus bundesdeutschen Beständen – gebaut in Donauwörth. Die Kabinen wurden bezogen, ein Stewart kümmerte sich um die Betten, das Abendessen, die Klimaanlage und unser sonstiges Wohlbefinden. Diese Fahrt sollte sich wirklich kein Ägyptenreisender entgehen lassen, obwohl sie 15 Stunden dauerte. Gemütlich rattert man am längsten Fluss der Welt entlang, neben sich nur ein schmaler Grünstreifen und beidseits nur Wüste. Gigantisch!

Als wir bei 44 Grad C und Windstille in Assuan ankamen, wurden wir auch wieder von einem Erlebe-Mitarbeiter in Empfang genommen und zu einem netten Hotel mit Dachpool gebracht, den die Kinder nutzten.
Außer uns weilten wohl noch 20 andere Touristen in der ganzen Stadt. (…)



Nachdem wir am Abend noch über den ungemein schönen Souk der Stadt mit vielen Früchten,Teearten, Stoffen oder Gewürzen gelaufen waren, bestiegen wir am nächsten Morgen unsere gemietete Felukka mit zehn Flaschen Wasser und ebenso vielen Dosen. Schließlich sollten wir hier einen ganzen Tag und eine ganze Nacht bleiben! Wir aalten uns auf dem Diwan-ähnlichen Deck, wurden von unseren Captains mittels eines kleinen Sprit-Rechauds bekocht, dessen Windschutz (eine Kartonschachtel) zweimal Feuer fing, was sie aber nicht davon abhielt, dennoch zum Freitagsgebet in die Moschee zu gehen. Wir passten indessen auf das brutzelnde Essen auf. Auch beim Schwenken des Mastes und beim Steuern halfen alle mit. An einer Wunderschönen Sanddüne durften die Jungs im Nil baden gehen, was ihnen ungeheuren Spaß machte.
Da Ramadan war und die Leute 14 Stunden am Tag weder essen noch trinken durften, hatte unser Kapitän wohl keine große Lust, noch auf Deck das Abendessen zuzubereiten. Er lud uns kurzerhand zu sich nach Hause in ein kleines Dorf aus Lehmhäusern auf der West Bank ein. Gespannt spazierten wir hinter den Männern an Bewässerungskanälen, Kühen, Eseln, Maisfeldern und Dattelpalmenanlagen vorbei, wurden im Dorf von einem Dutzend Kinder lautstark begrüßt und liefen immer weiter durch die engen, gewundenen Gassen zum höchsten Punkt des Ortes. Hier lag das aus Lehm erbaute Haus der Großfamilie. Es bot sich ein atemberaubender Blick über den im Sonnenuntergang azurblau schimmernden Nil. Endlich durften unsere Gastgeber trinken!
Unsere Kinder spielten mit den Kleinkindern der Familie, wir „unterhielten“ uns mit dem 85jährigen Großvater und den lachenden Frauen. Auf dem Boden durften wir nun mit der rechten Hand zulangen. Erst nach uns aßen die Männer und Kinder. Wann die Frauen essen durften, weiß ich nicht.
Ziemlich beschwerlich verlief nun unsere Nacht auf den harten Planken des Bootes, wo auch nur Katzenwäsche möglich war, doch das hatten wir ja vorher gewusst!

Per Kalesche trabten wir am nächsten Morgen zum Karnaktempel, den wir ausgiebig besichtigten und wilde Horden von Touristen vom Roten Meer trafen, die sich für ein konservatives Land wie Ägypten sehr provozierend kleideten, was sogar unseren Kindern auffiel. Davon sollte man als reisender in Ägypten lieber Abstand nehmen.

Nach zwei Nächten in Luxor zogen wir wie geplant um in ein wunderschönes Guest House auf der West Bank. Wir fühlten uns im gepflegten Garten oder auf der herrlichen Terrasse wie in einer Privatvilla, wurden umsorgt und aßen die besten Mahlzeiten der ganzen Reise. (…)
Früh morgens holte uns unser Fahrer zum Tal der Könige ab. Leider darf man hier nicht mehr fotografieren und sich auch nur von sechs an diesem Tag offenen Gräbern drei aussuchen, die man besichtigen möchte. Dennoch bekamen wir einen sehr guten Eindruck von der Grabkunst der alten Ägypter. Bei Gluthitze liefen wir durch den Hatchepsuttempel und fuhren an den Kolossen von Memnon vorbei.
Für die Kinder waren die ganzen Besichtigungen kein bisschen langweilig. Sie redeten noch nachts von Pharaonen, Göttern, Griechen und Römern. Das ist erlebte Geschichte, die einem kein Schulbuch so nahe bringen kann.

Nun mussten wir uns nur noch vier Stunden lang durch die Östliche Wüste bis zum Roten Meer fahren (…). Am Tauchcamp fuhren wir beinahe vorbei, da es „ in the middle of nowhere“ liegt, also absolut in der Wüste. Unser Fahrer konnte nicht glauben, dass wir hier und nicht in einem der luxuriösen Hotels im Ort bleiben würden.
Doch Hassans Camp war genau der richtige Ort zum Abschalten, obwohl es sehr einfach gehalten ist. So hat man nur von 19 Uhr bis 1 Uhr Strom, die Hütten bestehen aus Palmwedeln oder Rattan, die Toiletten sind auch nicht für jeden das Wahre, aber die Leute sind supernett, es wird klasse gekocht und hier liegt eines der schönsten Korallenriffs der Region. Nicht von ungefähr pendeln einige Touristen der 10 km entfernt gelegenen Hotels täglich hierher, da die eigenen Strände nicht so gut zu erschnorcheln sind. Dennoch bleibt alles „en famille“, und die Gäste sind bereits ab 16 Uhr wieder weg, so dass wir dann ganz alleine am Strand waren. (…)

Mein Resumée dieser unvergesslichen Reise ist durchweg positiv. Ich kann jedem Interessierten dazu raten, mit dem Baustein „Eigenwilliges Ägypten“ durch dieses Land zu ziehen. Was im Vorfeld versprochen wurde, wurde sogar noch übertroffen. Die Hotels waren gut, die Organisation prima, zwei Nächte pro Ort genau ausreichend. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis war nachzuvollziehen.“

Carola L. aus Weil am Rhein, August 2011

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